Atemzüge zählen

Im Sitzen, liegen oder beim Gehen, immer wenn Sie ein- und ausatmen, nehmen Sie dies ganz bewusst wahr.

Nehmen Sie wahr, wie sich beim Atmen Ihre Bauchdecke hebt und senkt oder der Atemstrom durch die Nasenlöcher ein- und ausströmt.

Sie können dabei auch innerlich folgende Worte sprechen oder denken: „Ich atme ein – eins“. Wenn Sie ausatmen, dann nehmen Sie auch das ganz bewusst wahr: „Ich atme aus – eins“.

Wenn Sie mit dem zweiten Einatmen beginnen, seien Sie sich bewusst: „Ich atme ein – zwei.“ Wenn Sie langsam ausatmen, seien Sie sich bewusst: Ich atme aus – zwei.“

Machen Sie so weiter bis zehn. Wenn Sie bei zehn angekommen sind, beginnen Sie wieder mit eins. Immer wenn Sie bemerken, dass Sie aufgehört haben zu zählen, oder dass Sie bei einer Zahl angekommen sind, die größer ist als zehn, beginnen Sie wieder mit eins.

 

Anmerkung: Bei der Atembeobachtung ist es insbesondere dann sinnvoll, die Atemzüge zu zählen, wenn es Ihnen schwer fällt, mit der Aufmerksamkeit beim Atmen zu bleiben, wenn sich immer wieder ablenkende Gedanken einstellen. Dann ist der Geist gleichsam mit Zählen beschäftigt, was die Aufmerksamkeit beim gewählten Objekt (Atem) hält.

Sie können die Übung im Alltag integriert einige Atemzüge lang machen. Sie kann aber auch zu einer formalen Praxis werden, indem Sie am Beginn etwa 10 Minuten üben, und den Zeitraum dann stufenweise auf  20 oder 30 Minuten ausdehnen.

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