Prävention

Der Begriff Prävention bedeutet in der Medizin dreierlei:

Primärprävention nennt man Maßnahmen, die verhindern, dass eine Erkrankung überhaupt auftritt.

Sekundärprävention ist gleichbedeutend mit Früherkennung. Diese verbessert die Behandelbarkeit und damit die Prognose.

Tertiärprävention ist die Verhinderung des Wiederauftretens einer Krankheit.

In Zusammenhang mit Burnout sind alle drei Formen der Prävention von Bedeutung bzw. überschneiden sich.

Auf den folgenden Seiten wird im Speziellen eingegangen auf

„Man kann Burnout grundsätzlich auf zwei Wegen vorbeugen und behandeln: Man kann Belastungen und Risikofaktoren minimieren und Tendenzen in Richtung Burnout möglichst frühzeitig stoppen. Man kann seinen Blick aber auch auf die gesunden Gegensätze von Burnout richten und sich immer wieder daran erinnern, diese anzusteuern. Einer dieser Gegenpole wäre Engagement, ein anderer Flow-Erleben, bei dem alles leicht und wie von selbst fließt. Selbstsorge und Selbstmitgefühl wären die Gegensätze zu Vernachlässigung und einem lieblosen Umgang mit sich selbst. Balance würde ein verlorenes Gleichgewicht wieder herstellen.

Die Gegensätze zu den drei Komponenten von Burnout sind eindeutig. Statt erschöpft wäre man kräftig und voller Energie, statt zynisch distanziert zu sein, ließe man sich respektvoll und wohlwollend auf Beziehungen ein, statt an der eigenen Leistungsfähigkeit und Effektivität zu zweifeln, würde man auf die Wirksamkeit des eigenen Tuns vertrauen.

Christina Maslach bezeichnete die Abwesenheit von Burnout als Engagement. Niederländische Arbeitsgruppen entwickelten das Konstrukt zu Work Engagement weiter. Dies bedeutet für sie mehr als die Abwesenheit von Burnout. Sie verstehen darunter einen positiven, erfüllenden, arbeitsbezogenen Zustand, der durch Vitalität, Hingabe und Absorbiertheit charakterisiert ist. Vitalität zeigt sich als ein hoher Grad an Energie und Widerstandskraft, als morgendliche Freude auf die Arbeit und als Durchhaltevermögen, auch wenn die Dinge einmal nicht so gut laufen. Hingabe definieren die Autoren als Gefühl von Sinnhaftigkeit, Enthusiasmus, Inspiration, Stolz und Herausforderung. Absorbiertheit ist gekennzeichnet durch eine völlige Konzentration auf die Arbeit, ein Vertieftsein in die Arbeit, wobei die Zeit schnell vergeht und man Schwierigkeiten hat, sich von ihr zu lösen. Sie kommt dem nahe, was man unter Flow versteht.“

aus: Harrer (2013, in Druck) Burnout und Achtsamkeit

Weitere Gegenpole finden sich als

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