Zeitmanagement

Steven R. Covey beschreibt in „Der Weg zum Wesentlichen: Der Klassiker des Zeitmanagements“ (1994) vier Generationen des Zeitmanagements:

  1. Generation: Einfache Notizen, To-Do-Listen und Checklisten als Gedächtnishilfen (Was ist zu tun?)
  2. Generation: Terminkalender als wesentliches Instrument zu Planung und Vorbereitung (Was dauert wie lange und wann mache ich das?) ALPEN-Methode
  3. Generation: Zeitplaner, die  Ziele mit der Tageseinteilung verknüpfen  (3 Schritte: Welche Prioritäten setze ich? Wann mache ich was? Kontrolle der Planung) Eisenhower-Prinzip
  4. Generation: Ein umfassendes Planungssystem, das darauf beruht, sich das individuell Wichtige und Sinnvolle in einer „persönlichen Lebensphilosophie“ bewusst zu machen. Covey geht dabei von vier menschlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten aus: Leben, lieben, lernen und ein Vermächtnis hinterlassen. Es gehe darum, ein Gleichgewicht zwischen (max. 7)  philosophiekompatiblen Rollen zu finden, für die einzelnen Rollen auf der Wochenebene Ziele zu formulieren und diese im Tagesplan in Tätigkeiten umzusetzen. Auf einem Hintergrund eines Bewusstseins gegenseitiger Abhängigkeit ist die Integrität im Augenblick der Wahl stetes Ziel. Dies gelingt durch Ausnützen des Raums zwischen Reiz und Reaktion, durch Ausschöpfen des Potentials der „vier menschlichen Gaben“: Selbst-Bewusstsein, Gewissen, freier Wille und Vorstellungskraft.

 

Die 5. Generation wird als „Eigendynamik-Konzept“ oder „Inner-Zeitmanagement“ beschrieben. Sie integriert die vierte Generation, bezieht sich aber noch mehr auf die Innenwelt, auf ein neues „Zeit-Bewusstsein“ und die individuelle „innere Zeitökologie“.

„Time-management-by-mindfulness“ – achtsamkeitsbasiertes Zeitmanagement ist weniger konzept-gesteuert und geplant, sondern entsteht idealtypisch aus dem unmittelbaren Kontakt mit sich selbst und der Umwelt von Moment zu Moment. In der Achtsamkeitsschulung wird auch geübt, im Alltag immer wieder innezuhalten, um aus dem „Autopilotenmodus“ auszusteigen und eine bewusste Wahl treffen zu können. Dabei führen Werte, „Gewissen“ als stimmiges Körpergefühl und Bewusstsein über die Auswirkungen des persönlichen Handelns zu einer anderen Form von Ethik als selbst- oder fremdbestimmte Regeln.

Einen ganz anderen Umgang mit seiner Zeit beschreibt Timothy Ferris in „Die 4-Stunden Woche“. Sein Augenmerk liegt vor allem darauf, alles nicht unbedingt Nötige wegzulassen, es gar nicht erst entstehen zu lassen oder zu delegieren und nur auf das individuell Wichtige zu fokussieren. Er bezieht sich dabei auch auf das Pareto-Prinzip und das Parkinson’sche Gesetz.

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