Was ist Burnout?

Es gibt keine einheitliche, allgemein anerkannte Definition von Burnout!

Arbeitshypothesen zur Beschreibung lassen folgende Gemeinsamkeiten feststellen:

  • Bei Berufsbeginn besteht eine hohe Motivation, die verloren geht.
  • Frustration, weil Erwartungen und Ziele nicht erreicht werden. Daraus resultiert Enttäuschung. Im Falle von Burnout wird die Enttäuschung durch Depersonalisierung verarbeitet.
  • Ungünstige Arbeitsumgebung, das heißt zu hohe oder widersprüchliche Anforderungen bei nicht ausreichenden Ressourcen.
  • Ineffektive Bewältigungsstile der Betroffenen, die oft zu zusätzlichen Problemen führen (z.B. Verleugnung, Rückzug, Sucht).
  • Burnout ist ein Prozess, der sich nach einer langen und erfolglosen Auseinandersetzung einer Person mit ihrer Arbeit ergibt.

 

Weitere Arbeitshypothesen
  • Burnout ist ein dauerhafter, negativer, arbeitsbezogener Seelenzustand „normaler“ Individuen. Er ist in erster Linie von Erschöpfung gekennzeichnet, begleitet von Unruhe und Anspannung (Distress), einem Gefühl verringerter Effektivität, gesunkener Motivation und der Entwicklung dysfunktionaler Einstellungen und Verhaltensweisen bei der Arbeit. Diese psychische Verfassung entwickelt sich nach und nach, kann den betroffenen Menschen aber lange unbemerkt bleiben. Sie resultiert aus einer Fehlanpassung von Intentionen und Berufsrealität. Burnout erhält sich wegen ungünstiger Bewältigungsstrategien, die mit dem Syndrom zusammenhängen, oft selbst aufrecht. (nach Schaufeli & Enzmann 1998)
  • Der Wandel „von anfänglich aufopferungsvollen, engagierten und pflichtbewussten, zu schnell erschöpften, leicht reizbaren, misstrauischen, den KlientInnen gegenüber zu zynischen bis negativen Einstllungen und rigidem Verhalten neigenden MitarbeiterInnen“ (nach Freundenberger 1974 zit. nach Raddaz, Peschers 2007).
  • Burnout ist die Reaktion auf chronische emotionale und zwischenmenschliche Stressoren am Arbeitsplatz. Es beginnt mit emotionaler Erschöpfung, es folgen die Depersonalisierung und reduziertes Wirksamkeitserleben bzw. reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit (nach Maslach).

 

Zur Geschichte des Begriffs Burnout
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